Unterschied Leinen und Baumwolle

 

4 Unterschiede zwischen Leinen und Baumwolle!

Leinen und Baumwolle sind Stoffe aus natürlichen Quellen. Leinen stammt aus dem Faserflachs, einer Pflanze aus der Flachsfamilie. Das Wort "Leinen" leitet sich daher vom lateinischen Namen für Flachspflanze ab, nämlich "Linum Usitatissimum". Die Samen derselben Pflanzenfamilie werden auch zum Verzehr verwendet: Leinsamen. Baumwolle stammt aus der Baumwollpflanze (Gossypium) oder der Malve (Malvaceae). Kleidung aus Leinen und Baumwolle hat atmungsaktive, weiche Eigenschaften und ist zudem langlebig. Aber gibt es auch Unterschiede zwischen Leinen und Baumwolle? Das können Sie hier lesen!

  1. Textur und Festigkeit: Leinen ist fester, knittert aber auch schnell

Der erste Unterschied zwischen Leinen und Baumwolle besteht darin, dass Leinen etwas haltbarer und robuster ist. Der Grund dafür ist, dass Leinenfasern im Vergleich zu Baumwollfasern etwas länger und fester sind. Leinenstoffe fühlen sich daher etwas rauer an, während Baumwollstoffe glatter und weicher sind. Leinen wird schließlich weicher, je mehr Sie es waschen, aber leider ist Leinen im Vergleich zu vielen Arten von Baumwollstoffen nicht faltenfrei. Leinenbekleidung oder Bettwäsche bleiben länger schön als Baumwollsorten. Gute Leinenqualität ist nach Jahrzehnten immer noch gut, während Baumwolle nach etwa fünf Jahren häufig Gebrauchsspuren aufweist.

  1. Feuchtigkeitsaufnahme: Baumwolle nimmt mehr Feuchtigkeit auf

Baumwolle nimmt Feuchtigkeit etwas besser auf. Im Durchschnitt kann Baumwollgewebe etwa 25% seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen, während Leinen 20% aufnehmen kann. Leinen ist jedoch besser in der Lage, Wasser abzulassen. So nimmt beispielsweise Leinen auch Feuchtigkeit (Schweiß) von der Haut besser auf und lässt sie schnell trocknen. Deshalb fühlt sich Leinenkleidung an heißen Sommertagen auch auf der Haut angenehmer an. Einige Baumwollhemden hingegen fühlen sich schnell sehr feucht an.

  1. Luftzirkulation: Leinen „atmet“ besser

Ein weiterer Unterschied zwischen Leinen und Baumwolle besteht darin, dass Leinen im Allgemeinen eine bessere Luftzirkulation aufweist. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass Leinenfasern hohl sind und Raum für den Luftdurchtritt lassen. Es ist nicht so, dass Baumwolle überhaupt nicht luftig ist, aber es hängt vom Gewebe ab. Denim oder Canvas zum Beispiel werden ebenfalls aus der Baumwollpflanze hergestellt, aber diese Stoffe sind aufgrund der Art des Webens viel dicker, so dass sie sich nicht luftig anfühlen. Textilien wie Popeline-Baumwolle oder Musselin sind dagegen relativ luftig.

  1. Nachhaltigkeit: Leinen hat einen geringeren ökologischen Eindruck

Der vierte Unterschied zwischen Leinen und Baumwolle besteht darin, dass eine Baumwollpflanze mehr Wasser und Pestizide benötigt, um am Leben zu bleiben. In diesem Sinne ist der Baumwollanbau weniger nachhaltig als die Flachspflanze, aus der Leinen stammt. Die gesamte Flachsanlage wird ebenfalls genutzt und es wird nichts im Produktionsprozess verschwendet. Aus den Samen (Leinsamen) werden Lebensmittel, Seife und Kosmetika hergestellt. Die kurze Leinenfaser ist gut für Seile und grobes Garn, während die feine und lange Faser für Kleidung und Bettwäsche verwendet wird. Der Herstellungsprozess von Leinenstoffen ist jedoch arbeitsintensiver als der von Baumwolle. Deshalb ist Leinen oft teurer als Baumwolle!